Das Leitbild der Ernährungssouveränität wurde von La Via Campesina entwickelt, dem weltweit größten Zusammenschluss von Kleinbauern und Bäuerinnen, FischerInnen, LandarbeiterInnen, Landlosen, Landfrauen und indigenen Gemeinschaften.
Es ist das Modell einer bäuerlichen, sozial- und umweltverträglichen Landwirtschaft und einer Demokratisierung der Agrarpolitik und des Lebensmittelsystems.
Dabei steht das Recht auf Nahrung - das Recht eines jeden Menschen auf den Zugang zu ausreichend gesunden, nahrhaften, kulturell angemessenen Nahrungsmitteln - sowie die Produktion für die Eigenversorgung und den lokalen bzw. regionalen Markt an erster Stelle.
Das Konzept gründet auf einem umfassenden Verständnis von Selbstbestimmtheit, fordert den Zugang zu Produktionsmitteln, stellt die herrschenden Eigentums- und Produktionsverhältnisse radikal in Frage, ist die kapitalismuskritische Perspektive auf globale Landwirtschaft.
Es geht also um eine ganz andere Agrar- und Ernährungspolitik.
Praktische Beispiele dafür sind: Lebensmittelkooperativen wie Bioparadeis oder Versorger- Verbraucher Netzwerke wie NETS, Gemüsewerkstatt, Bauernmärkte, Volxküche, ...


