Die im Rahmen der Plattform Alternativenforen initiierten und begletieten Initiativen orientieren sich an den folgenden Prinzipien:
Unser tägliches Leben steht in komplexen globalen Zusammenhängen. Auf lokaler Ebene gibt es viele Möglichkeiten sozial und ökologisch nachhaltige Alternativen zu schaffen, um uns z. B. von Erdöl unabhängiger zu machen, den öffentlichen Verkehr zu stärken oder die Kluft zwischen Arm und Reich zu vermindern.
Es gibt schon Beispiele, wie Menschen in ihren Gemeinden und Nachbarschaften gemeinsam auf erneuerbare Energiequellen umsteigen, Grünflächen in essbare Landschaften verwandeln, altes Handwerk wieder erlernen und neue Ansätze für den sozialen Ausgleich finden.
Wir brauchen Wirtschaftsformen, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientieren, das Gemeinwohl ins Zentrum stellen und Arbeit gerecht verteilen. Und unsere Bedürfnisse sind an den Möglichkeiten der limitierten Naturressourcen zu messen. Beispiele sind selbstverwaltete Betriebe oder lokale VersorgerInnen- und VerbraucherInnen-Kooperativen. Aber auch weniger zu produzieren und konsumieren bzw. die Lebensdauer der Produkte zu verlängern (z. B. reparieren statt wegwerfen) sind ein Beitrag zu einem nachhaltigen Wirtschaften.
Die Gestaltung eines guten Lebens für alle braucht die Einmischung und Mitbestimmung aller auf allen Ebenen. Teilhabe und Mitbestimmung beginnen im Kleinen - in der Familie oder im Wohnprojekt - und sollen am Arbeitsplatz und in der Schule genauso selbstverständlich sein wie in der großen Politik (z. B. Verkehrsplanung, Energieversorgung, öffentliches Budget). Um Gleichstellung und Umverteilung zu erreichen, braucht es auch aktionistische Formen und Zivilcourage. Wenn wir Kampagnen unterstützen erhöhen wir den gesellschaftlichen Druck und bewirken die Veränderung notwendiger Gesetze und Rahmenbedingungen für soziale und ökologische Lebensbedingungen - z. B. für ein gerechtes Steuersystem (Vermögens- und Erbschaftssteuer, Finanztransaktionssteuer, Ökosteuer) oder gegen Lohnkürzungen, Kündigungen oder umweltschädigende Produktionsstätten.